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Warum ein Hund

Warum aber ist gerade der Hund so wichtig geworden in der tiergestützten Therapie?

Erstens gibt es in knapp 9% der Haushalte in Deutschland rund 7 Millionen Hunde (bei 80,2 Millionen Einwohnern) und wenn sich nun bei einer Therapie herausstellt, dass ein Tier unterstützen könnte, ist es natürlich einfacher, einen Hund zu sich zu holen als ein Lama oder Pferd oder gar einen Delphin, so toll die Tiere auch sind.

Zweitens, und das ist natürlich der eigentliche Grund, einen Hund zu sich zu holen – ist das Wesen des Hundes, denn er ist das Sinnbild für absolute Treue, bedingungslose Liebe, Spürsinn, ständige Wachsamkeit, er ist nicht berechnend und stets vorbehaltlos und, er kann uns in der Regel problemlos ständig begleiten.

Hunde sind treu, anhänglich, sehr gelehrig, klug und haben besonders stark ausgeprägte Sinne. Hunde wollen beschäftigt sein und lernen deshalb verschiedenste Aufgaben stets mit Freude und sehen alles als Spiel. So lernen einige beispielsweise Aufgaben im Umgang mit den Menschen, die nicht unbedingt ihrem ursprünglichen Wesen entsprechen. Denken wir nur an Rollstuhlbegleithunde, Blindenführhunde, Rettungshunde, Mantrailinghunde, und nicht zuletzt die Therapie- und Besuchshunde. Für ihren behinderten Menschen lernen sie sogar alltägliche Hilfsarbeiten im Haushalt wie Waschmaschine bestücken, Socken ausziehen, Schubladen öffnen und so vieles mehr.

Aber - Der Hund hilft nicht nur bei der Arbeit, er geht mit uns durch tiefe menschliche Emotionen wie Trauer, Leid, Schmerz und tief sitzende Ängste. Er ist immer für uns da und erfüllt seine Aufgabe, uns zu helfen, zu schützen, zu wärmen, zu retten und je nach Hund oder Rasse auch unser Revier zu bewachen. Selbst wenn scheinbar niemand mehr für uns da ist, der Hund steht uns treu zur Seite und tröstet und ermutigt uns. Der Hund kann einiges aushalten, auch uns, auch dann, wenn wir uns nicht von unserer besten Seite zeigen.

Schwanzwedelnd und freudig fordert er Kontakt und appelliert an uns, egal wie es uns geht: „Vergrabe dich nicht sondern gehe vor die Tür, nimm die Natur und das Außen wahr, egal wie es gerade ist.“
Der Hund gibt uns Kraft weiter zu machen, den Weg zu gehen, uns zu akzeptieren wie wir sind. Denn das ist es, was der Hund beherrscht: Er akzeptiert und liebt uns, egal welche Stimmung wir zeigen, egal, welche Gebrechen oder Handicaps wir haben. Er ist einfach da! Und er zeigt uns mit bedingungsloser Liebe im Hier und Jetzt zu leben und jeden Tag unseren Aufgaben und Pflichten nachzugehen, egal, was auch immer im Inneren bei uns abläuft. Er kann uns beim Durchleben und Durchleiden von Emotionen helfen sie zu überwinden, denn er steht uns in schweren Lebenssituationen bei und trägt so auch zur Heilung bei. Er versteht es auch, uns den Weg zu mehr Lebensfreude zu zeigen.

Dieses Wesen des Hundes machen wir uns zu eigen, wenn wir Hunde zur Unterstützung von Therapien oder auch als sogenannte Besuchshunde einsetzen.


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